Verfasst von: Melanie | 13. Februar 2010

Phu Quoc Island (18. – 21.01.2010)

Schweren Herzens musste ich Kampot und den Kiddos erstmal Tschüß sagen, denn am Sonntag lief mein Visum für Kambodscha aus.  Vorher haben wir natürlich noch kräftig Abschied gefeiert, für Daniel ging es zurück nach Australien und Pisay (den wir zwischendurch irgendwie auch noch aufgegabelt haben) wollte weiter nach Sihanoukville.  Pisay ist Kambodschaner, allerdings im Flüchtlingslager in Thailand geboren und in Holland aufgewachsen.  Ein super lieber Kerl übrigens (von dem sich so mancher ne Scheibe abschneiden könnte). Dass ich letztendlich doch noch Strafe für nen Overstay bezahlen musste, weil ich am Sonntag Morgen so gar nicht in der Lage war, auszureisen, geschweige denn, aufzustehen, erwähne ich hier jetzt mal nicht :lol: ).

Über Vietnam hatte ich bereits so Einiges gehört, allerdings mehr Schlechtes als Gutes, dementsprechend war ich richtig auf das Land gespannt, denn ich wollte mir auf jeden Fall mein eigenes Bild machen. Erste Station sollte Phu Quoc Island sein. In Kampot habe ich mir ein Mopedtaxi organisiert, dass mich nicht nur bis zur Grenze, sondern auch gleich zum vietnamesichen Hafenort Ha Tien wenige Kilometer hinter der Grenze bringen sollte, von wo ebenfalls Boote nach Phu Quoc ablegen. Ich hatte keine Lust, mich von den vietnamesischen Taxifahrern abzocken zu lassen (immer schwierig, in einer Währung zu handeln, die man überhaupt noch gar nicht kennt, geschweige denn, dass man eine Ahnung von den landesüblichen Preisen hat). Anscheinend war ich dann wohl auch wirklich die Einzige, die aus Kambodscha eingereist ist und weder Probleme mit dem Transport über die Grenze, mit den Einreiseformalitäten noch mit dem Bootsanschluss hatte.

Die Suche nach einer passenden Unterkunft auf Phu Quoc gestaltete sich allerdings um einiges schwieriger. Die Preise haben uns schlichtweg umgehauen, so dass wir uns letztendlich zu viert einen Bungalow am Long Beach für 25 USD geteilt haben (die anderen drei hatte ich im Bus kennengelernt). Nach zwei Nächten bin ich da aber ausgezogen (das war mir definitiv zu eng, ja, ich wollte ein Bett für mich ganz allein, Egoistin…) und hab, mit der Hilfe eines netten vietnamesischen Mädels, doch noch was Akzeptables für 8 USD gefunden.  Zwei Tage habe ich mehr oder weniger am Strand verbracht, am dritten Tag hab ich mir ein Moped gemietet und dabei Uli aus Hamburg kennengelernt, die sich auch gerade eins ausleihen wollte, so dass wir dann kurzerhand beschlossen haben, gemeinsam eine Tour durch den Norden der Insel zu machen (wobei Melanie natürlich gleich zweimal mit leerem Tank liegen bleiben musste, Sch… Karre, aber in Asien ist das ja Gott sei Dank nie ein Problem, irgendwer hat immer Sprit da).

Allerdings muss ich sagen, dass mir Phu Quoc so gar nicht gefallen hat. Die Insel ist eine einzige Riesen-Baustelle, die Preise in den Restaurants etc. jenseits von Gut und Böse und die Portionen ein Witz (der Eiskaffee bestand, ja, aus gaaanz viel Eis und einem Schluck Kaffee), mal davon abgesehen, dass mir das Essen dort ohnehin nicht geschmeckt hat. Und das Meer war auch nicht so ganz nach meinem Geschmack, entsprechend bin ich nicht einmal im Wasser gewesen.

Phu Quoc

Auf dem Markt in Duong Dong, der Insel-Hauptstadt

Ziemlich einsam im Norden


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